Wilhelm Raabe im Jahre 1911

Wilhelm Raabe im Jahre 1911 (Quelle: kultur-online.net)

Seit wenigen Stunden steht die Longlist 2013 für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis fest. Nominiert sind Mirko Bonné, Gunther Geltinger, Thomas Glavinic, Ernst-Wilhelm Händler, Georg Klein, Brigitte Kronauer, Hartmut Lange, Rainer Merkel, Clemens Meyer, Terézia Mora, Hans Pleschinski und Marion Poschmann.

Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis: Geschichte und Auswahlverfahren

Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird seit dem Jahr 2000 verliehen und schließt an den bis 1990 vergebenen Wilhelm-Raabe-Preis an, dessen Zweck es ist, den Braunschweiger Schriftsteller (1831 – 1910) und dessen Werk zu würdigen. Die Auszeichnung wird vergeben in enger Kooperation zwischen dem Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig und ist mit 30.000 Euro Preisgeld dotiert.

Prämiert werden sollen zeitgenössische Werke eines Autors / einer Autorin, die einen besonderen Stellenwert der jeweiligen schriftstellerischen Entwicklung markieren. Bedingung ist, dass das ausgezeichnete Buch im Vergabejahr erscheint.

Die Entscheidungsgewalt obliegt einer neunköpfigen Jury, die von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk berufen wird. Jedes Mitglied der Kommission schlägt zwei Titel vor, alle Vorschläge in Summe ergeben die vollständige Nominierungsliste, anhand derer dann letztlich der Preisträger / die Preisträgerin ermittelt wird. Laut den offiziellen Vergaberichtlinien ist die Jury nicht verpflichtet, die Liste im Vorfeld der Verleihung öffentlich zu machen. Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich Sybille Lewitscharoff (für den Roman Blumenberg, 2011), Andreas Maier (für den Roman Das Zimmer, 2010) und Rainald Goetz (für den Roman Abfall für alle, 2000).