Wilko Steffens

Mein Literaturblog: Alles rund ums Gedruckte

Preis der Leipziger Buchmesse 2015 | Das sind die Nominierten

Am 12. März ist es wieder soweit. Die Leipziger Buchmesse startet und mit ihr das alljährliche Rennen um eine der begehrtesten deutschen Literaturauszeichnungen. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ging im letzten Jahr an Sasa Stanicic und seinen unverschämt unterhaltsamen Roman Vor dem Fest. Seit einiger Zeit stehen nun die Nominierten für dieses Jahr fest. Warum die Verleihung 2015 mit besonderer Spannung erwartet wird, lesen Sie hier.

Nach Tranströmer kommt Wagner

Als Tomas Tranströmer 2011 den Nobelpreis für Literatur erhielt, ging eine Welle der Verwunderung durch die literarische Welt: Lange Zeit hatte kein Lyriker mehr den wohl bekanntesten Literaturpreis der Welt gewonnen. Nun ist mit Jan Wagners Regentonnenvariationen ebenfalls ein lyrisches Werk in der engeren Auswahl für eine große Auszeichnung. Im Leipziger Rahmen ist das ein absolutes Novum und auch wenn es vielleicht etwas übertrieben scheint, eine flächendeckende Renaissance der Lyrik zu proklamieren; ein Zeichen ist es dennoch und m.E. ein höchst willkommenes.

Unverhofft kommt oft

Mit Ursula Ackrills Zeiden, im Januar ist darüber hinaus nicht nur ein Debütroman in der engeren Auswahl; es handelt sich dabei auch um ein unverlangt eingesendetes Manuskript. Hubert Winkels, der Jury-Vorsitzende, lobte das Werk schon im Vorfeld in der FAZ als „außergewöhnliches Sprachkunstwerk“.

Neben den besprochenen Werken sind nominiert: Teresa Präauer mit Ihrem Roman Johnny und Jean,  Norbert Scheuer mit Die Sprache der Vögel und Michael Wildenhain mit Das Lächeln der Alligatoren.

Wer ist Ihr Favorit in diesem Jahr?

 

 

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  1. Bin auch der Meinung, dass ein Lyrikwerk an der Reihe wäre. Eine Lyrikrenaissance gibt es ja immer wieder,
    leider sind die Verlage viel zu zurückhaltend.
    Wenn ein Text wie Ursula Ackrills Zeiden allerdings gleich so eine medienwirksame Geschichte mitbekommt, wirds schwer für Gedichte.

  2. Wilko Steffens

    Hallo Herr Steib,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Ich denke exakt so wie Sie: In der Lyrik tut sich nach wie vor unglaublich viel, aber (teils auch verständliche) ökonomische Interessen der Verlage spielen bei der eher stiefmütterlichen öffentlichen Behandlung dieser Sparte sicherlich eine Rolle.

    Daher war ich auch so erstaunt über die Auszeichnung für Tranströmer. Wenn man allerdings bedenkt, dass auch Herta Müllers Werk die Grenzen zwischen Lyrik und Prosa verwischt, dann zeigt sich doch, dass es offenbar ungebrochenes Interesse gibt.

    Ich bin in jedem Falle sehr gespannt auf die Preisverleihung.

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