Wilko Steffens

Mein Literaturblog: Alles rund ums Gedruckte

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Das Spiel – Opfer: Stumpf, aber spannend

Jeff Menapace: Das Spiel - Opfer

Subtil wie Slayer, lebensbejahend wie die frühen Darkthrone, dramaturgisch ausgefeilt wie das Werk des Marquis de Sade: Jeff Menapaces Das Spiel – Opfer ist ein literarischer Totalschaden. Lesen kann man es dennoch, denn es hat durchaus seine spannenden Momente.

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Peltzers „Das Bessere Leben“ im Jahr des Taschenbuchs 2016

Ulrich Peltzer: Das Bessere Leben - Jahr des Taschenbuchs 2016

Ein gutes Buch stellt immer auch relevante Fragen. Die Fragen, denen sich Das Bessere Leben Ulrich Peltzers verschrieben hat, sind: Wie kann ein gutes Leben in unserer heutigen Welt funktionieren? Haben die ehemaligen Revolutionäre ihre Ideale verraten, indem sie sich in den Dienst des Kapitalismus stellten? Und nicht zuletzt: Was wäre das überhaupt, ein besseres Leben?

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„Brennen muß Salem“ | Ein Fest für Freunde klassischer Schauerliteratur

Stephen King: Brennen muß Salem

Herzlich Willkommen im Jahr 1975, in einer Zeit, in der Vampire noch keinen Sinn für Romantik hatten und erst Recht nicht auf die Idee kamen, im Sonnenlicht zu glitzern. Herzlich Willkommen in einer Stadt namens Jerusalem‘s Lot, die von einem unheimlichen Gebäude mit einer nicht minder unheimlichen Geschichte dominiert wird. Brennen muß Salem, Stephen Kings Zweitling, steht in direkter und unverblümter Tradition des Schauerromans: Die Handlung ist einer literarischen Laterna Magica vergleichbar, die von verfluchten Gemäuern bis hin zu verfluchten Untoten kaum ein klassisches Gruselmotiv auslässt. Das kann man altbacken finden, es hat aber auch über 40 Jahre nach Entstehung des Buches einen unvergleichlichen Charme.

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Haratischwilis „Juja“ im Jahr des Taschenbuchs 2016

Nino Haratischwili: Juja im Jahr des Taschenbuchs 2016

Juja ist der beste Beweis dafür, dass die optische Aufmachung eines Romans Einfluss auf dessen Verkaufszahlen haben kann. Weder der Name der Autorin, Nino Haratischwili, noch der Name des Romans waren mir geläufig. Dass ich das Werk beim Streifzug durch die Buchhandlung meines Vertrauens dennoch zur Hand nahm, lag neben dem ungewöhnlichen Titel auch an der interessanten Gestaltung des Covers. Und so ist dieses Debüt zu meinem Taschenbuch des Monats September geworden.

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Warten auf „Die Toten“: Warum Ihr „Faserland“ nicht lesen solltet

Oettinger Pils, Quelle: Von FakirNL - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28260942

Ein Buch, irgendwie so gut wie warmes Dosenbier: „Faserland“

Also, alles fing mit Imperium an, für mich, meine ich. Das Buch hat mir echt gut gefallen, wegen der Sprache und so, aber auch wegen der Handlung.

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Von der Liebe in Zeiten des Alltags: Knausgårds „Lieben“

Karl Ove Knausgård: Lieben

Lieben ist der zweite Roman aus Karl Ove Knausgårds autobiographisch gefärbtem Zyklus, der im norwegischen Original den gerade für uns Deutsche etwas unglücklich gewählten Titel Min Kamp trägt. War Sterben in der Hauptsache eine Auseinandersetzung mit dem Vater, geht es in Lieben um die Familie des Schriftstellers und seine Zerrissenheit zwischen Berufung und alltäglichen Verpflichtungen.

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Lektüre für digitale Strategen: Digital Marketing Strategy

Simon Kingsnorth: Digital Marketing Strategy. An integrated approach to online marketing.

Der Begriff des ‚Integrated Marketing‘ ist momentan ähnlich populär wir seinerzeit ‚WDF*IDF‘. Doch was ist das eigentlich, wozu brauchen wir das und wie sieht eine integrierte Marketingstrategie aus? Simon Kingsnorth nimmt sich dieser Fragen in seinem neuen Buch Digital Marketing Strategy aus der Perspektive des Online-Marketings an. Seine Antworten überzeugen, wenn auch nicht in jeder Hinsicht.

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Krachts „Faserland“ im Jahr des Taschenbuchs 2016

Christian Kracht - Faserland im Jahr des Taschenbuchs 2016

Christian Krachts Faserland ist mein Taschenbuch des Monats August im Jahr des Taschenbuchs 2016. Warum meine Wahl auf einen Text gefallen ist, der bösen Kritikerstimmen nach zu urteilen ausschließlich als Kompendium für Markennamen taugt, lest Ihr hier.

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Nomen est Omen: Zu Marcel Beyers Roman „Kaltenburg“

Marcel Beyer: Kaltenburg

Marcel Beyer erhält in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis. Das ändert leider nichts an der Tatsache, dass Kaltenburg ein mittelmäßiger Roman geworden ist.

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„Verbannt!“ ins Grenzland zwischen Sinn und Sprache

Ann Cotten: Verbannt!

Dass auch die flachen Böden süße Möhren bergen,

ist allen Möhrenfreunden wohlbekannt.

Dennoch kanns sein, dass meine Strophen stören werden

Den wohlgeeichten literarischen Verstand.

 

Zwei Dinge stehen fest: Zum einen ist Verbannt! eine absolute Zumutung, zum anderen eine große Freude.

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