In der letzten Woche gab es keinen literarischen Rückblick, weshalb ich im folgenden Artikel sowohl die vierte als auch die fünfte Kalenderwoche Revue passieren lasse.

Aufbau-Verlag trennt sich von seinen Geschäftsführern

Aufbau-Verlag Logo

Logo des Aufbau-Verlags (Quelle: facebook.com)

Der Berliner Aufbau-Verlag trennt sich von seinen beiden langjährigen Geschäftsführern René Strien und Tom Erben. Eine unterschiedliche Auffassung über die zukünftige strategische Ausrichtung des Hauses sei der Grund für den Personalwechsel, wie die FAZ berichtet. Alleiniger Geschäftsführer bleibt nun Mathias Koch, seit 2008 Eigentümer des damals insolventen Verlagshauses. Brisant ist, dass Koch vor allen Dingen für die finanziellen Belange zuständig war und sich um das literarische Programm nicht gekümmert hat. Daher will Aufbau bereits in der kommenden Woche die Nachfolger von Strien und Erben vorstellen.

 

Henning Mankell an Krebs erkrankt

Henning Mankell

Henning Mankell (Quelle: buecher4um.de)

Der schwedische Schriftsteller und Erfinder der unter Krimifans ungemein populären Figur des Kommissars Kurt Wallander ist an Krebs erkrankt. Ganz ähnlich wie Wolfgang Herrndorf, der nach der Diagnose eines bösartigen Gehirntumors ein Blog aufgesetzt hatte, um dort bis zu seinem geplanten Suizid 2013 über seine Erfahrungen mit der Krankheit zu schreiben, versucht auch Mankell, seiner Situation ein produktives schriftstellerisches Moment abzutrotzen. ‚Aus der Perspektive des Lebens‘ teilt er seit letzter Woche seine Erfahrungen mit den Lesern der FAZ in einer eigenen Kolumne.

Hans Barlach

Hans Barlach (quelle: abendblatt.de)

Barlach legt Klage gegen den Sanierungsplan Suhrkamps ein

Wie zu erwarten war, hat der Anteilseigner Hans Barlach Klage eingereicht gegen die vor zwei Wochen durch das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gebilligte Umwandlung des Suhrkamp-Verlags in eine Aktiengesellschaft. Damit ist die schnelle Umsetzung des Sanierungskonzeptes vorerst gescheitert. Wie bereits berichtet, hätte die Umwandlung einen erheblichen Machtverlust Barlachs zur Folge, der sich seit nunmehr fünf Jahren einen unerbittlichen Machtkampf mit der Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz liefert. Barlach hält 39 Prozent der Firmenanteile, Unseld-Berkéwicz 61.