Nun hat es mich auch erwischt: Obgleich ich mir vorgenommen hatte, Sie wirklich ausnahmslos jede Woche mit einem Überblick über den Verlauf des literarischen Lebens zu versorgen, bin ich inzwischen einige Zeit im Rückstand. Daher folgen nun die wichtigsten Neuigkeiten der 27. bis 31. Kalenderwoche 2013.

Rolf Haufs gestorben

Rolf Haufs

Rolf Haufs (Quelle: wikipedia.de)

Am 26. Juli 2013 ist der Lyriker Rolf Haufs im Alter von 77 Jahren in Berlin gestorben. Ursprünglich stammend aus Düsseldorf, kam Haufs 1960 in die Hauptstadt und galt in der Gruppe 47 schnell als Wunderkind. Auch wenn er vornehmlich als Lyriker wahrgenommen wurde, versuchte er sich darüber hinaus an Prosa, Kinderbüchern und nicht zuletzt an Hörspielen. Haufs wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Friedrich-Hölderlin-Preis (1990 für seine Lyrik und insbesondere den Gedichtband Allerweltsfieber) und der Bremer Literaturpreis (1985 für den lyrischen Band Juniabschied).

PRISM und kein Ende – Offener Brief an Angela Merkel

Die PRISM-Affäre dürfte eines der ungeliebtesten Wahlkampfthemen sein, stehen doch sowohl amtierende als auch ehemalige Regierungsvertreter im Verdacht, wesentlich mehr gewusst zu haben als es direkt im Anschluss an Edward Snowdens Enthüllungen den Anschein hatte.

In direkter Reaktion auf die Verärgerung der Bevölkerung haben jetzt über 60 Schriftsteller einen offenen Brief an Angela Merkel verfasst, der viele der drängenden Fragen auf den Punkt bringt und der Bundeskanzlerin vorwirft, der Unterminierung der Demokratie und der Bildung eines Überwachungsstaates Vorschub zu leisten. Den vollständigen Text kann man im elektronischen Feuilleton der FAZ nachlesen. Unterzeichnet wurde er von zahlreichen namhaften Autoren, darunter Juli Zeh, Michael Kumpfmüller, Sten Nadolny, Feridun Zaimoglu und Eugen Ruge.

Der Suhrkamp Verlag: Zur siebenjährigen Krise

Suhrkamp Logo

Suhrkamp Logo (Quelle: fr-online.de)

Ein eher zweifelhaftes Jubiläum begeht der altehrwürdige Suhrkamp Verlag in diesen Tagen: Sieben Jahre währen die Streitigkeiten um die Zukunft des Hauses nun schon. Diesen Geburtstag hat die Redaktion der ‚ZEIT‘ zum Anlass genommen, eine gleichermaßen faszinierende wie erschreckende Rekonstruktion des Zwistes zu (virtuellem) Papier zu bringen, nachzulesen hier.

J. K. Rowling spendet Tantiemen für The Cuckoo’s Calling

Wie ich bereits berichtete, steckt hinter dem Pseudonym Robert Galbraith niemand anderes als die Erfinderin Harry Potters, Joanne K. Rowling. Nach der Enthüllung war sie zunächst ziemlich wütend auf ihre Anwaltskanzlei, die das Geheimnis unvorsichtigerweise ausgeplaudert hatte. Diese ist nun per richterlichem Beschluss zur Kasse gebeten worden und muss eine beträchtliche Summe an ‚The Soldier’s Charity‘ spenden, ein Hilfsprojekt, das sich der Unterstützung ehemaliger Soldaten verschrieben hat. Doch nicht nur die Kanzlei muss zahlen, auch Rowling selbst spendet für die kommenden drei Jahre die Tantiemen für das Buch an die Organisation.