Wilko Steffens

Mein Literaturblog: Alles rund ums Gedruckte

Die 24. bis 26. Kalenderwoche im Wort | Literarischer Wochenrückblick

Auch in den vergangenen drei Wochen hat sich einiges getan in der Welt der Literatur. Wie immer finden Sie die wichtigsten Neuigkeiten aus der Buchbranche komprimiert im literarischen Wochenrückblick.

Buchtipps für den Sommer bei den Kollegen von Leselink

Das Logo von leselink.de

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Der Sommer naht und mit ihm natürlich auch die Ferienzeit; Zeit, die man mit möglichst viel guter Literatur verbringen sollte. Wer im Dschungel der literarischen Neuerscheinungen und Klassiker ein wenig den Überblick verloren hat, kann sich auf leselink.de von den Literaturtipps verschiedener Blogger inspirieren lassen. Ich habe mich besonders darüber gefreut, dort auch ein paar Empfehlungen aussprechen zu dürfen.

Frank Schirrmacher ist gestorben

Frank Schirrmacher gestorben

Frank Schirrmacher gestorben (Quelle: mediummagazin.de)

Am 12. und 13. Juni gab es trotz der Fußball-WM kaum eine Nachricht, die mehr Raum in den überregionalen Tageszeitungen eingenommen hätte: Frank Schirrmacher, Herausgeber und Feuilletonchef der FAZ, ist mit nur 54 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Schirrmacher, der mit einer umstrittenen Arbeit über Franz Kafka promoviert wurde, stieg bereits 1984 auf Vermittlung von Dolf Sternberger bei der FAZ ein und leitete von 1989 bis 1993 in der Nachfolge von Marcel Reich-Ranicki die Redaktion ‚Literatur und literarisches Leben‘.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit war Schirrmacher auch als Autor aktiv: Sein letztes Buch Ego. Das Spiel des Lebens erschien erst 2013 und beschäftigt sich u.a. mit der Frage nach der Möglichkeit eines freien Willens im Angesicht unserer gegewärtigen Ökonomie des unbedingten Egoismus.

Wer sich näher mit Schirrmachers Vermächtnis auseinandersetzen möchte, der sei auf folgende Nachrufe verwiesen:

 

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Jaron Lanier

Zugegeben, diese Nachricht hätte schon im vergangenen Wochenrückblick Platz gehabt: Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den Schriftsteller und Informatiker Jaron Lanier. Ihm wird nachgesagt, den Begriff ‚virtuelle Realität‘ erstmals verwendet zu haben.

In seinen Texten, so die Begründung der Jury, mache Lanier auf die Gefahren aufmerksam, die von einer strukturlosen digitalen Welt ausgingen.

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  1. Frank Schirrmacher hat alle die wieder mal überrascht, die glaubten, einen Nachruf müsse man noch nicht „fertig in der Tasche“ haben, weil er zu jung war. Und dementsprechend unvorbereitet lesen sich auch viele dieser Nachrufe.

  2. Wilko Steffens

    Sicherlich sind einige Nachrufe ein wenig mit ‚heißer Feder‘ geschrieben, denjenigen Martin Walsers finde ich allerdings tatsächlich sehr gut.

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