In den vergangenen Wochen hat sich einiges ereignet in der Welt der Literatur. Überschattet wurden jedoch alle Nachrichten vom Tode Gabriel García Márquez. Diese und weitere Neuigkeiten lesen Sie in den folgenden Zeilen.

Gabriel García Márquez gestorben

Gabriel García Márquez gestorben

Gabriel García Márquez ist gestorben (Quelle: http://i.kinja-img.com/)

Der Literaturnobelpreisträger und Autor von Die Liebe in den Zeiten der Cholera ist tot. Gabriel García Márquez starb am 17. April im Alter von 87 Jahren in Mexiko. Marquez, der nach einem abgebrochenen Jurastudium als Journalist arbeitete, gelang der literarische Durchbruch mit seinem 1967 publizierten Roman Hundert Jahre Einsamkeit, der sich bis heute weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkaufte. Er gilt als bedeutendster spanischer Roman nach Cervantes Don Quijote. Ironischerweise findet sich unter seinen zahlreichen Auszeichnungen nicht die Ehrung mit Cervantespreis, dem wichtigsten spanischen Literaturpreis. Er selbst bat nach der Verleihung des Nobelpreises 1982 darum, in Zukunft von weiteren Auszeichnungen verschont zu bleiben, die eher den jüngeren Kollegen verliehen werden sollten.

Wegen seiner engen Freundschaft zu Fidel Castro stand Márquez ungeachtet seiner schriftstellerischen Leistungen immer wieder in der Kritik. Mario Vargas Llosa brach aus diesem Grund mit ihm und bezeichnete ihn in einer Rede als ‚Höfling Castros‘.

Diskussion um Siegfried Lenz Die Deutschstunde

Jahrelang wurde Lenz Roman Die Deutschstunde als ein Text gelesen, der anhand der Figur Max Ludwig Nansen vorführt, wie künstlerischer Widerstand im Dritten Reich aussehen konnte. Lenz hat dabei nie einen Hehl daraus gemacht, wer für Nansen Pate gestanden hat: Der bekannte Expressionist Emil Nolde. Nun wird in den Feuilletons seit einigen Wochen Noldes NSDAP-Zugehörigkeit und seine teilweise glühende Verehrung für Hitler verhandelt und die Frage aufgeworfen, inwieweit Lenz Roman damit die Glaubwürdigkeit abhandenkomme. Ob man Die Deutschstunde nun zukünftig ablehnt oder Nolde von Nansen trennen möchte, hängt stark von der Frage nach dem Status von  Fakt und Fiktion ab. Denn Nansen ist immer noch eine literarische Figur, die Ästhetik des Textes trifft die Diskussion nicht.

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Welttag des Buches

Am 23. April 2014 wurde einmal mehr der Welttag des Buches in Deutschland begangen. Ausgerichtet wird er seit 1995 von der UNESCO, er soll das Lesen, die Bücher und die Kultur des geschriebenen Wortes feiern und fördern. Das Datum dieser Veranstaltung fällt auf den Georgstag, an dem traditionellerweise zum Namenstag von St. Georg Rosen und Bücher verschenkt werden. Am 23. April starben überdies sowohl Willam Shakespeare als auch Miguel de Cervantes.