Wilko Steffens

Mein Literaturblog: Alles rund ums Gedruckte

Kategorie: Rezensionen (Seite 2 von 5)

Von der Liebe in Zeiten des Alltags: Knausgårds „Lieben“

Karl Ove Knausgård: Lieben

Lieben ist der zweite Roman aus Karl Ove Knausgårds autobiographisch gefärbtem Zyklus, der im norwegischen Original den gerade für uns Deutsche etwas unglücklich gewählten Titel Min Kamp trägt. War Sterben in der Hauptsache eine Auseinandersetzung mit dem Vater, geht es in Lieben um die Familie des Schriftstellers und seine Zerrissenheit zwischen Berufung und alltäglichen Verpflichtungen.

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Lektüre für digitale Strategen: Digital Marketing Strategy

Simon Kingsnorth: Digital Marketing Strategy. An integrated approach to online marketing.

Der Begriff des ‚Integrated Marketing‘ ist momentan ähnlich populär wir seinerzeit ‚WDF*IDF‘. Doch was ist das eigentlich, wozu brauchen wir das und wie sieht eine integrierte Marketingstrategie aus? Simon Kingsnorth nimmt sich dieser Fragen in seinem neuen Buch Digital Marketing Strategy aus der Perspektive des Online-Marketings an. Seine Antworten überzeugen, wenn auch nicht in jeder Hinsicht.

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Nomen est Omen: Zu Marcel Beyers Roman „Kaltenburg“

Marcel Beyer: Kaltenburg

Marcel Beyer erhält in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis. Das ändert leider nichts an der Tatsache, dass Kaltenburg ein mittelmäßiger Roman geworden ist.

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„Verbannt!“ ins Grenzland zwischen Sinn und Sprache

Ann Cotten: Verbannt!

Dass auch die flachen Böden süße Möhren bergen,

ist allen Möhrenfreunden wohlbekannt.

Dennoch kanns sein, dass meine Strophen stören werden

Den wohlgeeichten literarischen Verstand.

 

Zwei Dinge stehen fest: Zum einen ist Verbannt! eine absolute Zumutung, zum anderen eine große Freude.

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Richard Laymon: „Die Insel“ im Herzen der Finsternis

Richard Laymon: Die Insel

Die Insel erzählt vom Schiffbruch einer Gruppe von Menschen auf einem verlassenen Eiland der Bahamas. Als plötzlich einer nach dem anderen verschwindet und wenig später ermordet aufgefunden wird ist klar, dass der größte Feind der Urlauber nicht die drohende Lebensmittelknappheit ist. Warum auch dieser Roman Richard Laymons kurzweilig-trashige Unterhaltung bietet, erfahrt Ihr in der folgenden Rezension.

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In den finsteren Wäldern: Eine abgedrehte Tour de Force

Richard Laymon: In den finsteren Wäldern

Richard Laymon wird unter Fans fantastischer Literatur kontrovers diskutiert: Den einen gilt er als der Repräsentant des modernen Horrors schlechthin, den anderen als abschreckendes Beispiel für stilistisch limitierte Gewaltpornographie. Grund genug also, einen seiner Romane zur Hand zu nehmen. Im Folgenden erfahrt Ihr, warum In den finsteren Wäldern trotz unüberlesbarer Schwächen ein unverschämtes Unterhaltungspotential besitzt.

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Der Herr des Wüstenplaneten | Vom Scheitern des Messiahs

Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

Der Herr des Wüstenplaneten ist der zweite Teil aus Frank Herberts wohl bekanntestem Science-Fiction-Zyklus. Überraschenderweise funktioniert er vollkommen anders als Der Wüstenplanet selbst, indem er die äußerliche Handlung zugunsten philosophisch-existentieller Reflexionen zurückstellt und sich nicht davor scheut, seinen potentiellen Helden zu demontieren.

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Knausgårds „Sterben“: Vom Paradoxon der Autobiographie


Karl Ove Knausgård beginnt seinen autobiographischen Romanzyklus mit einem Titel, der eher Ende als Beginn verheißt, der in der deutschen Übersetzung gleichwohl kaum passender hätte gewählt werden können. Denn Sterben erzählt nicht bloß von der Auseinandersetzung mit dem Vater, es erzählt auch vom Tod des Handwerks zugunsten der Form. Das macht den Roman neben all der erschriebenen Alltäglichkeit zu einem faszinierenden Text über die Ideale und Möglichkeiten der künstlerischen Selbstbehauptung.

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Der Feldhüter: Gewalt und Sprache

Cormac McCarthy: Der Feldhüter

Der Feldhüter erzählt keine in sich geschlossene Geschichte. Im Kern geht es um die Beziehung dreier Figuren zueinander: Zunächst ist da der Schnapsschmuggler Marion Sylder, der in Notwehr einen Mann getötet hat. Nach einem Autounfall wird Sylder von dem Sohn des Toten gerettet, ohne dass beide wissen, mit wem sie es zu tun haben. Die dritte Figur im Bunde ist Arthur Ownby, der titelgebende Feldhüter. Der kauzige Eremit wacht über die Leiche, die Sylder in einer Mischgrube versenkt hat.

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Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ – Vom Reichtum der Wüste

Frank Herbert, Dune - Der Wüstenplanet

Frank Herberts Der Wüstenplanet ist eine literarische Legende, ein schier unangreifbarer Monolith der modernen Science Fiction-Literatur. Darf man so ein Buch überhaupt besprechen? Man darf und man sollte, denn ungeachtet aller Faszination gibt es auch Dinge, die stutzig machen.

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