Wilko Steffens

Mein Literaturblog: Alles rund ums Gedruckte

Kategorie: Rezensionen (Seite 2 von 6)

Das Spiel – Opfer: Stumpf, aber spannend

Jeff Menapace: Das Spiel - Opfer

Subtil wie Slayer, lebensbejahend wie die frühen Darkthrone, dramaturgisch ausgefeilt wie das Werk des Marquis de Sade: Jeff Menapaces Das Spiel – Opfer ist ein literarischer Totalschaden. Lesen kann man es dennoch, denn es hat durchaus seine spannenden Momente.

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„Brennen muß Salem“ | Ein Fest für Freunde klassischer Schauerliteratur

Stephen King: Brennen muß Salem

Herzlich Willkommen im Jahr 1975, in einer Zeit, in der Vampire noch keinen Sinn für Romantik hatten und erst Recht nicht auf die Idee kamen, im Sonnenlicht zu glitzern. Herzlich Willkommen in einer Stadt namens Jerusalem‘s Lot, die von einem unheimlichen Gebäude mit einer nicht minder unheimlichen Geschichte dominiert wird. Brennen muß Salem, Stephen Kings Zweitling, steht in direkter und unverblümter Tradition des Schauerromans: Die Handlung ist einer literarischen Laterna Magica vergleichbar, die von verfluchten Gemäuern bis hin zu verfluchten Untoten kaum ein klassisches Gruselmotiv auslässt. Das kann man altbacken finden, es hat aber auch über 40 Jahre nach Entstehung des Buches einen unvergleichlichen Charme.

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Warten auf „Die Toten“: Warum Ihr „Faserland“ nicht lesen solltet

Oettinger Pils, Quelle: Von FakirNL - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28260942

Ein Buch, irgendwie so gut wie warmes Dosenbier: „Faserland“

Also, alles fing mit Imperium an, für mich, meine ich. Das Buch hat mir echt gut gefallen, wegen der Sprache und so, aber auch wegen der Handlung.

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Von der Liebe in Zeiten des Alltags: Knausgårds „Lieben“

Karl Ove Knausgård: Lieben

Lieben ist der zweite Roman aus Karl Ove Knausgårds autobiographisch gefärbtem Zyklus, der im norwegischen Original den gerade für uns Deutsche etwas unglücklich gewählten Titel Min Kamp trägt. War Sterben in der Hauptsache eine Auseinandersetzung mit dem Vater, geht es in Lieben um die Familie des Schriftstellers und seine Zerrissenheit zwischen Berufung und alltäglichen Verpflichtungen.

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Lektüre für digitale Strategen: Digital Marketing Strategy

Simon Kingsnorth: Digital Marketing Strategy. An integrated approach to online marketing.

Der Begriff des ‚Integrated Marketing‘ ist momentan ähnlich populär wir seinerzeit ‚WDF*IDF‘. Doch was ist das eigentlich, wozu brauchen wir das und wie sieht eine integrierte Marketingstrategie aus? Simon Kingsnorth nimmt sich dieser Fragen in seinem neuen Buch Digital Marketing Strategy aus der Perspektive des Online-Marketings an. Seine Antworten überzeugen, wenn auch nicht in jeder Hinsicht.

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Nomen est Omen: Zu Marcel Beyers Roman „Kaltenburg“

Marcel Beyer: Kaltenburg

Marcel Beyer erhält in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis. Das ändert leider nichts an der Tatsache, dass Kaltenburg ein mittelmäßiger Roman geworden ist.

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„Verbannt!“ ins Grenzland zwischen Sinn und Sprache

Ann Cotten: Verbannt!

Dass auch die flachen Böden süße Möhren bergen,

ist allen Möhrenfreunden wohlbekannt.

Dennoch kanns sein, dass meine Strophen stören werden

Den wohlgeeichten literarischen Verstand.

 

Zwei Dinge stehen fest: Zum einen ist Verbannt! eine absolute Zumutung, zum anderen eine große Freude.

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Richard Laymon: „Die Insel“ im Herzen der Finsternis

Richard Laymon: Die Insel

Die Insel erzählt vom Schiffbruch einer Gruppe von Menschen auf einem verlassenen Eiland der Bahamas. Als plötzlich einer nach dem anderen verschwindet und wenig später ermordet aufgefunden wird ist klar, dass der größte Feind der Urlauber nicht die drohende Lebensmittelknappheit ist. Warum auch dieser Roman Richard Laymons kurzweilig-trashige Unterhaltung bietet, erfahrt Ihr in der folgenden Rezension.

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In den finsteren Wäldern: Eine abgedrehte Tour de Force

Richard Laymon: In den finsteren Wäldern

Richard Laymon wird unter Fans fantastischer Literatur kontrovers diskutiert: Den einen gilt er als der Repräsentant des modernen Horrors schlechthin, den anderen als abschreckendes Beispiel für stilistisch limitierte Gewaltpornographie. Grund genug also, einen seiner Romane zur Hand zu nehmen. Im Folgenden erfahrt Ihr, warum In den finsteren Wäldern trotz unüberlesbarer Schwächen ein unverschämtes Unterhaltungspotential besitzt.

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Der Herr des Wüstenplaneten | Vom Scheitern des Messiahs

Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

Der Herr des Wüstenplaneten ist der zweite Teil aus Frank Herberts wohl bekanntestem Science-Fiction-Zyklus. Überraschenderweise funktioniert er vollkommen anders als Der Wüstenplanet selbst, indem er die äußerliche Handlung zugunsten philosophisch-existentieller Reflexionen zurückstellt und sich nicht davor scheut, seinen potentiellen Helden zu demontieren.

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