Wilko Steffens

Mein Literaturblog: Alles rund ums Gedruckte

Laymons „Die Insel“ | Jahr des Taschenbuchs 2016

Richard Laymon: Die Insel

Richard Laymons Roman Die Insel erzählt in Tagebuchform vom Schiffbruch einer kleinen Menschengruppe, die auf einem vermeintlich verlassenen Eiland ums Überleben kämpfen muss. Wer Laymon kennt, ahnt, dass sich diese Versuchsanordnung eher in Richtung Horror als ich Richtung Abenteuer entwickelt. Warum Die Insel mein Juni-Roman im Jahr des Taschenbuchs ist, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

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In den finsteren Wäldern: Eine abgedrehte Tour de Force

Richard Laymon: In den finsteren Wäldern

Richard Laymon wird unter Fans fantastischer Literatur kontrovers diskutiert: Den einen gilt er als der Repräsentant des modernen Horrors schlechthin, den anderen als abschreckendes Beispiel für stilistisch limitierte Gewaltpornographie. Grund genug also, einen seiner Romane zur Hand zu nehmen. Im Folgenden erfahrt Ihr, warum In den finsteren Wäldern trotz unüberlesbarer Schwächen ein unverschämtes Unterhaltungspotential besitzt.

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Knausgårds „Lieben“ im Jahr des Taschenbuchs

 

Karl Ove Knausgård: Lieben

Nachdem bereits Sterben im März auf dem Programm für das Jahr des Taschenbuchs stand, ist mein Beitrag im Mai dem zweiten Teil des autobiographischen Romanprojekts Karl Ove Knausgårds gewidmet. Dieser trägt in der deutschen Übersetzung den Titel Lieben und er erzählt in der Hauptsache vom Familienleben des Autors mit seiner zweiten Frau Linda und seinen drei Kindern John, Heidi und Vanja. Wie auch schon im ersten Band nehmen das Schreiben, das Lesen und die Reflexion darüber in Lieben einen großen Raum ein, was im Rahmen einer Schriftstellerbiographie nicht weiter verwundert.

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Der Herr des Wüstenplaneten | Vom Scheitern des Messiahs

Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

Der Herr des Wüstenplaneten ist der zweite Teil aus Frank Herberts wohl bekanntestem Science-Fiction-Zyklus. Überraschenderweise funktioniert er vollkommen anders als Der Wüstenplanet selbst, indem er die äußerliche Handlung zugunsten philosophisch-existentieller Reflexionen zurückstellt und sich nicht davor scheut, seinen potentiellen Helden zu demontieren.

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Knausgårds „Sterben“: Vom Paradoxon der Autobiographie


Karl Ove Knausgård beginnt seinen autobiographischen Romanzyklus mit einem Titel, der eher Ende als Beginn verheißt, der in der deutschen Übersetzung gleichwohl kaum passender hätte gewählt werden können. Denn Sterben erzählt nicht bloß von der Auseinandersetzung mit dem Vater, es erzählt auch vom Tod des Handwerks zugunsten der Form. Das macht den Roman neben all der erschriebenen Alltäglichkeit zu einem faszinierenden Text über die Ideale und Möglichkeiten der künstlerischen Selbstbehauptung.

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„Das Delta der Venus“ | Mein Taschenbuch des Monats


Zugegeben, ich bin ein paar Tage zu spät mit meinem April-Kaufbericht und zugegeben, er ist nicht besonders lang, aber der Wille zählt. Ganz besonders in diesem Fall, denn meine Wahl im letzten Monat fiel auf Anaïs Nins Skandalbändchen Das Delta der Venus. Kurz und schlecht: Das Buch ist in etwa so anregend wie ein um alle Sexszenen erleichterter Pornofilm.

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Der Feldhüter: Gewalt und Sprache

Cormac McCarthy: Der Feldhüter

Der Feldhüter erzählt keine in sich geschlossene Geschichte. Im Kern geht es um die Beziehung dreier Figuren zueinander: Zunächst ist da der Schnapsschmuggler Marion Sylder, der in Notwehr einen Mann getötet hat. Nach einem Autounfall wird Sylder von dem Sohn des Toten gerettet, ohne dass beide wissen, mit wem sie es zu tun haben. Die dritte Figur im Bunde ist Arthur Ownby, der titelgebende Feldhüter. Der kauzige Eremit wacht über die Leiche, die Sylder in einer Mischgrube versenkt hat.

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Knausgårds „Sterben“ | Mein Taschenbuch des Monats

Karl Ove Knausgård: Sterben

Der Feldhüter hat im Februar ein wenig Zeit gebraucht, dafür geht es jetzt mit dem März-Artikel zum Jahr des Taschenbuchs umso schneller weiter. Mein Taschenbuch des Monats ist Sterben von Karl Ove Knausgård, der erste Teil eines autobiographischen Romanzyklus von insgesamt sechs Bänden. Es gibt in der Hauptsache drei Gründe für dessen Wahl.

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Cormac McCarthys „Der Feldhüter“ im Jahr des Taschebuchs

Cormac McCarthy: Der Feldhüter

Jetzt nähert sich bereits das Ende des Februars im Jahr des Taschenbuchs und ich hatte eigentlich geplant, meinen Beitrag für diesen Monat sehr viel früher fertigzustellen. Dazwischengekommen ist mir schlicht und ergreifend Frank Herberts Science Fiction-Epos Der Wüstenplanet, das mich – Jahre nach der ersten Lektüre – einmal mehr vereinnahmt hat.

Mit von Melange und Wüstensand befreitem Kopf kann ich nun aber sagen: Mein Taschenbuch des Monats ist Cormac McCarthys Der Feldhüter.

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Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ – Vom Reichtum der Wüste

Frank Herbert, Dune - Der Wüstenplanet

Frank Herberts Der Wüstenplanet ist eine literarische Legende, ein schier unangreifbarer Monolith der modernen Science Fiction-Literatur. Darf man so ein Buch überhaupt besprechen? Man darf und man sollte, denn ungeachtet aller Faszination gibt es auch Dinge, die stutzig machen.

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